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Celle Ortsteile Celler Weihnachtszirkus bietet noch mehr zum Lachen
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Celler Weihnachtszirkus bietet noch mehr zum Lachen
18:49 18.12.2015
Heese

Eine Trapezkünstlerin und ein Bauchredner gehören zu den neuen Artisten im Programm von Circus Belly. Marina Borzova aus Russland bietet „wie ein Weihnachtsengel unter der Zirkuskuppel spektakuläre Luftakrobatik“, sagt Direktor Klaus Köhler. Insgesamt werde „alles total anders“. Sehr lustig soll es mit dem internationalen Bauchredner André Sarmenta werden. „Bei dieser Nummer kann man sich sehr gut amüsieren“, so der Zirkuschef.

Bei der Premiere am Heiligabend nicht fehlen dürfen das Clownstrio „Avantes“ um Zippogalli, Drahtseilkünstler Jack Aron Sparrow aus dem Film „Fluch der Karibik“, viele Pferdedressuren und Wildtiere. Aber auch die Geschichten von Harry Potters Dumbledore, Indiana Jones, Spiderman, Arielle und dem Gladiator Spartacus. Gastieren wird der Celler Weihnachtszirkus in diesem Jahr allerdings nicht an der Hafenstraße, sondern auf dem Schützenplatz in Wietzenbruch. Grund sind die Bauarbeiten am Neumarkt.

Auch wenn der letzte Menschenaffe in einem deutschen Zirkus nicht mehr in der Manege auftreten darf, gehört der Schimpanse mit zum Jubiläumsprogramm „15 Jahre Celler Weihnachtszirkus“. „Wir werden ihn auf einer Leinwand präsentieren mit Aufnahmen von früher“, kündigt Köhler an. In der Pause könne man ihn in seinem Zuhause hinter den Kulissen sehen. Robby sorgt nach wie vor für bundesweites Medienecho, da der Landkreis Celle die Abgabe des Tieres an eine Station zur Resozialisierung forderte. Doch im Eilverfahren hob das Verwaltungsgericht die Entscheidung auf – sodass Robby, der noch nie mit anderen Schimpansen zusammengelebt hat, in der Zirkusfamilie bleiben darf.

Die Diskussion um Robbys Zukunft geht noch in diesem Jahr in die nächste Runde. Bis zu 30 Tierschützer haben sich bei der Stadtverwaltung für Sonntag, 27. Dezember, von 13.30 bis 15.30 Uhr angemeldet. 2014 kam es zu Handgreiflichkeiten zwischen Zirkusmitarbeitern und Tierschützern, die sich danach gegenseitig bei der Polizei anzeigten. Köhler sagt: „Wenn die Tierrechtler sich an die Regeln halten, haben wir nichts dagegen. Wir werden es nicht dulden, wenn sie sich wieder vor die Zirkuskasse stellen.“ Dann habe die Polizei für Ordnung zu sorgen.

Von Dagny Rößler