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Blumlage/Altstadt Weg von der Konsole, raus an die frische Luft
Celle Aus der Stadt Blumlage/Altstadt

Auch während Corona-Pandemie: Alte Molkerei unterstützt Kinder in Celle

12:00 28.04.2021
Von Lisa Brautmeier
Lucas Haake Thekla Vogt, Oliver Görke und Stefan Fleischer (von links) von der Alten Molkerei in Celle.
Lucas Haake Thekla Vogt, Oliver Görke und Stefan Fleischer (von links) von der Alten Molkerei in Celle. Quelle: Oliver Knoblich
Blumlage

Mit Freunden treffen, gemeinsame Unternehmungen und Erwachsene, die für einen Zeit haben und zuhören. Danach sehnen sich Kinder und Jugendliche während der Pandemie besonders. Daher macht die Alte Molkerei unter Coronaauflagen weiterhin Angebote, um Familien zu entlasten und Kindern mehr Freizeitmöglichkeiten zu ermöglichen. 

Celler Kinder in Bewegung bringen

Die Alte Molkerei der Stiftung Linerhaus unterteilt sich in zwei Arbeitsbereiche. Zum einen gibt es das Stadtteilmanagement, das Leistungen für alle Bürger des Einzugsgebiets entwickelt. Zum anderen gibt es das Stadtteilprojekt mit der sozialen Gruppenarbeit, die sich speziell an Kinder und Jugendliche richtet. Diese werden derzeit in festen Kleingruppen betreut. „Wir versuchen sie aus dem Corona-Loch herauszuholen, zu motivieren und in Bewegung zu bringen. Sie sollen weg von der Konsole und mehr Zeit an der frischen Luft verbringen“, erklärt Teamleiter Oliver Görke.

Die Aktivitäten wurden daher vermehrt nach draußen verlagert. Was aber genau auf dem Programm steht, entscheiden die Gruppenmitglieder selbst. „Diese Partizipation ist uns sehr wichtig. Dadurch sollen sie angeregt werden, sich auch zu Hause Ideen zur Freizeitgestaltung zu machen“, so Görke. 

Kleingruppen während Corona-Pandemie

Ob Fußballspielen im Stadtteilgarten, Ausflüge zum Spielplatz im Französischen Garten oder Touren mit dem Paddelboot – die Kinder freuen sich, mal rauszukommen. „Während der vergangenen Monate haben wir gemerkt, wie froh die Kinder sind, einfach mal mit einem Erwachsenen spazieren zu gehen und sich in der Natur aufzuhalten“, erzählt Stefan Fleischer, Abteilungsleiter der teilstationären und ambulanten Jugendhilfe. Schon solche einfachen Aktivitäten erhalten viel Zuspruch in Zeiten, in denen Hobbys einfach wegbrechen. 

Teil der sozialen Gruppe sind 20 Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 14 Jahren. Diese wurden immer abhängig vom jeweiligen Inzidenzwert auf Gruppen zwischen zwei bis fünf Kindern aufgeteilt. Damit ist das Stadteilprojekt bewusst unter den Vorgaben der Verordnung geblieben, die bei Jugendhilfeprojekten auch Treffen von zehn Teilnehmern erlauben. 

Alte Molkerei hilft beim Homeschooling 

Als neues Angebot kam die Unterstützung im Homeschooling hinzu. Kinder und Jugendliche können in den Räumlichkeiten der Alten Molkerei ihre Schulaufgaben erledigen und diese mit einer Fachkraft besprechen und so direkt Fragen klären. „Der Bedarf ist wirklich groß, weil viele Eltern es zeitlich gar nicht schaffen, die Kinder durchgehend zu Hause zu betreuen und dort beim Lernen zu unterstützen“, sagt Fleischer. Da die Zahl der Anfragen so groß war, wurden auch im Rahmen des Stadtteilmanagements weitere Fördermöglichkeiten geschaffen. Ehrenamtliche helfen so auch den Kindern, die nicht über die Jugendhilfe und Jugendpflege kommen, bei den Hausaufgaben. 

Viele Leistungen des Stadtteilmanagements, wie das Seniorenfrühstück oder Treffen von Selbsthilfegruppen, fallen derzeit weg. „Unsere größte Herausforderung war es herauszufinden, was wir derzeit überhaupt anbieten können“, sagt Thekla Vogt. Spenden wurden organisiert, die Aktion „Post für dich“ für alleinlebende Menschen ins Leben gerufen und Ideen für neue Projekte entwickelt. So könnte es bald noch ein Demenzcafé geben, falls die Kontaktbeschränkungen für Geimpfte gelockert werden sollten. 

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